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(c) Pester Lloyd / 17 - 2010  NACHRICHTEN 30.04.2010

 

170.000 verloren seit der Krise in Ungarn ihren Job

Im ersten Quartal 2010 waren durchschnittlich 11.8% der arbeitsfähigen Bevölkerung in Ungarn arbeitslos gemeldet. Damit steigerte sie sich gegenüber der vorherigen 3-Monats-Periode nochmals um 0,4 Prozentpunkte und erreichte den höchsten Stand seit 1993. Auch die ohnehin schon niedrige Beschäftigungsrate sank weiter und hat jetzt ein 12-Jahres-Tief erreicht. 497.800 offiziell als arbeitslos registrierte Menschen gab es im ersten Quartal 95.000 mehr als vor einem Jahr und 170.000 mehr als vor Beginn der Krise. 3,72 Millionen Menschen in Ungarn gehen noch einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach, rund 200.000 weniger als vor drei Jahren.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit verlief nun zum zeiten Male deutlich schneller als von den meisten Experten vorhergesagt. Zum Teil ist diese dem Auslaufen einiger Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Bajnai-Regierung zuzuschreiben, die zwar schlecht bezahlte und unterqualifizierte Arbeit in öffentlicher Anstellung schaffte, so aber zumindest die Statistik im Zaum hielt. Die meisten Entlassungen in der Privatwirtschaft finden nicht mehr wie zu Anfang in der Großindustrie statt, sondern es ist der Mittelstand, der immer weiter ausblutet. Analysten rechnen mit einem weiteren Anstieg, zumindest für die kommenden sechs Monate.
 

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