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(c) Pester Lloyd / 17 - 2010 WIRTSCHAFT 25.04.2010
Millionen-Strafe gegen Soros Fonds in Ungarn rechtskräftig
Das Budapester Komitatsgericht hat den Einspruch der Soros Fund Management
abgewiesen, den dieser gegen eine Strafe der staatlichen ungarischen Finanzaufsicht PSZÁF erhoben hat. Die Aufsichtsbehörde verhängte über den Fonds des
ungarischstämmigen George Soros eine Strafe über 489 Mio Forint (ca. 1,85 Mio. EUR) wegen eines Spekulationsgeschäftes gegen die Aktien der OTP Bank im Oktober 2008,
also auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, die Ungarn an den Rand der Zahlungsunfähigkeit und das gesamte Finanzsystem ins Wanken gebracht hatte.
Der Fonds lieh sich am 9. Oktober hunderttausende OTP-Aktien und
verkaufte diese in letzter Handelsminute an der Budapester Börse, was einen Kurseinbruch von 9% zur Folge hatte. Damit machte der Soros Fonds einen Gewinn von ca. 475.000 EUR. Die PSZÁF
wertete dieses Geschäftsgebahren als unerlaubte Marktbeeinflussung und bestrafte das Unternehmen mit dem Vierfachen des Gewinns.
Bereits im Dezember 2009
scheiterte ein erster Einspruch, der jetzige Richterspruch ist endgültig, das Urteil ist somit rechtskräftig. Soros, der sich im Privatleben als finanziell großzügiger Förderer
von Bildungs- und Sozialeinrichtungen in Ostmitteleuropa hervortut, nannte die ganze Angelegenheit einen "unglücklichen Vorfall". Er "bedauere" die Sache, auch "wegen
seiner engen persönlichen Verbindung zu Ungarn", legt aber Wert auf die Feststellung, dass sein Angestellter nicht gegen die Vorgaben der ungarischen Finanzmarktregeln verstoßen habe.
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