|
(c) Pester Lloyd / 17 - 2010 WIRTSCHAFT 28.04.2010
Extremer Rückgang bei Krediten für Wohneigentum in Ungarn
Die ungarischen Banken genehmigten 2009 nur
noch rund 56.000 Kredite für den Erwerb von Wohneigentum. Die Zahl ging damit um 62% gegenüber 2008 zurück, wo Ungarn, vor allem im Bereich von Eigentumswohnungen einen Boom
erlebte. Der Gesamtwert der neu ausgereichten Kredite betrug 323 Milliarden Forint (ca. 1,2 Mrd. EUR), ein Rückgang um zwei Drittel. In die Aufstellung des Statistischen Zentralamtes, KSH
flossen die Angaben von 22 Banken, drei Hypothekenanstalten sowie von 135 Genossenschaften ein. Der Gesamtstand der Kredite für Wohneigentum in Ungarn
erreichte Ende 2009 danach 3.920 Milliarden Forint (ca. 14,5 Milliarden EUR), was rund 15% des Bruttoinlandsproduktes entspricht.
Immerhin 63% dieser Kreditsummen lauten immernoch auf Fremdwährungen, was die
Kredite während der Währungskrise 2008/09 stark verteuert und viele Kreditnehmer in Zahlungsschwierigkeiten gebracht hat. Allerdings sank der Anteil von
Fremdwährungskrediten im zweiten Halbjahr 2009 auf 57%, während er im 2 Hj. 2008 noch fast 80% betrug. Im Hypothekenbereich gelten rund 8% der Kredite als gefährdet
oder faul (+50%), während der Anteil notleidender Kredite insgesamt bei ca. 12% liegt, rund 760.000 Kreditnehmer sind mit ihren Zahlungen ganz oder zum Teil in Verzug.
DISKUTIEREN SIE ZU DIESEM THEMA IM GÄSTEBUCH
|