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(c) Pester Lloyd / 20 - 2010  NACHRICHTEN 22.05.2010

 

Fidesz will Ausweitung des Holocaust-Gesetzes

In einer weiteren Debatte drängt das Fidesz darauf, das kürzlich beschlossene Holocaust-Leugnungsgesetz um Verbrechen aus der stalinistischen Zeit zu erweitern. Ein Fidesz-Abgeordneter nannte das Gesetz einseitig und will "beide verheerende Weltordnungen: Nationalsozialismus und Kommunismus" darin wiederfinden und "gleich hart bestraft sehen" (gemeint sind die Leugnung, Relativierung oder Verharmlosung von Verbrechen unter den entspr. Regimen). Das Gesetz sieht derzeit nur für die Leugnung des Holocaust maximal drei Jahre Haft vor. Im Herbst, in zeitlicher Nähe zu den Kommunalwahlen, wird es bereits ein Referenum geben, in dem über die Frage abgestimmt wird, welche Verbrechen noch in den Leugnungsverbotskatalog aufzunehmen sind, darunter befinden sich u.a. auch die Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zum Thema:

Paragraph 269/c oder Die Geister, die man rief
 

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