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(c) Pester Lloyd / 20 - 2010
NACHRICHTEN 17.05.2010
Bankchef gegen Umwandlung der Fremdwährungskredite in Ungarn
Der Chef von Ungarns größter Bank OTP, Sándor Csányi, hat
einen Plan des designierten Wirtschafts- und Finanzministers György Matolcsy zurückgewiesen, der die Umwandlung der riskanten
Fremdwährungskredite von Privatpersonen über einen Staatsfonds vorsieht. Matolcsy hatte die diese Rettungsaktion kürzlich unmittelbar nach dem Absacken des Forint auf
ein 18-Monats-Tief angekündigt. Der Bankchef zweifelt jetzt die finanzökonomische Sinnhaftigkeit des Vorhabens an, weil der pauschale Umtausch "für die Kunden eine
Mehrbelastung von rund 230 Milliarden Forint (ca. 830 Mio EUR) bzw. 20% pro Jahr bedeuten" würde, da die Raten wegen des Zinsunterschiedes enorm ansteigen müssten.
Csányi begrüßte jedoch grundsätzlich die Idee, dass Staat und Banken sich gemeinsam um in Not geratene Kreditnehmer kümmern sollten. Er wies Schuldzuweisungen zurück,
wonach die Kreditvergabepolitik der Banken für die schwierige Lage etlicher Konsumenten verantwortlich zu machen sei, vielmehr sei es die "unverantwortliche
Hauhaltspolitik" der letzten Jahre, die Ungarns Wirtschaft und Währung so mitgenommen hätten. Auch die Aufgabe der Nationalbank sei es nicht nur, auf den
Währungskurs zu schauen, sondern, im Kooperation mit der Regierung, Wachstumsimpulse zu setzen. Alles jenseits der 300 Forint-Marke nannte Csányi
schädlich für Ungarns Wirtschaft, eine Größenordnung von um die 285 sei jedoch aushaltbar.
Zum Thema:
Wie rettet man richtig? - Der Vorschlag des neuen Wirtschaftsministers Sturmwarnung - Der Forint verbreitet wieder Panik
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