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(c) Pester Lloyd / 20 - 2010
NACHRICHTEN 22.05.2010
Serbien taktiert zwischen Slowakei und Ungarn
Im Unterschied zur Slowakei hat Serbien
weniger Probleme mit der Erteilung der doppelten Staatsbürgerschaft an serbische Bürger ungarischer Nationalität. Ein serbischer Diplomat, der ungenannt bleiben wollte, sagte,
dass man mit diesem Problem schließlich auch in Bezug auf die Serben in den anderen Nachfolgestaaten Jugoslawiens bekannt ist und daher eher Verständnis für das ungarische Anliegen habe. So
erteile man z.B. Serben in Bosnien relativ umstandslos auch die serbishce Staatsbürgerschaft. Andererseits will man allerdings auch keine Konfrontation mit der Slowakei, daher habe Belgrad
beschlossen, in der Sache einfach still zu sein, wird der Diplomat zitiert.
Serbien sitzt bei den Beziehungen zur Slowakei und Ungarn zwischen allen Stühlen. Die
Slowaken sind einer der wenigen Unterstützer des Landes in der EU in der Kosovo-Frage, während Ungarn einer der stärksten Fürsprecher für einen baldigen
Kandidatenstatus für die EU-Aufnahme ist. Die Stillhalteverabredung scheint indes zu funktionieren, weder Präsident Tadic noch der Außenminister wollen zu dem Thema
offizielle Statements abgeben. In Serbien leben vor allem in der Vojvodina (vor allem nördlich und um Novi Sad) rund 80.000 ethnische Ungarn.
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