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(c) Pester Lloyd / 21 - 2010  NACHRICHTEN 25.05.2010

 

Ermittlungen gegen ungarischen Neonazi-Chef

Der scheidende ungarische Justizminister, Imre Forgács, hat auf Anweisung von Regierungschef Gordon Bajnai, Ermittlungen gegen den Chef der rechtsextremistischen Partei Jobbik, Gábor Vona wegen Zuwiderhandlung gegen das Betätigungsverbot für die "Ungarische Garde", eingeleitet. Vona hatte während der Vereidigungszeremonie bei der Eröffnungssitzung des neu gewählten ungarischen Parlamentes am 14. Mai demonstrativ eine Weste der von ihm gegründeten "Garde" getragen, die durch das rechtskräftige Verbot als Symbol einer verbotenen Organisation gilt, deren Tragen in der Öffentlichkeit einen Rechtsbruch darstellt. Um jedoch eine strafrechtliche Verfolgung Vonas zu ermöglichen, müsste das Parlament die Immunität des Abgeordneten aufheben, wozu es einer Zweidrittelmehrheit der Stimmen bedarf. Die Fraktion von Fidesz-KDNP, die die neue Regierung stellen wird, hat diese Mehrheit, es ist aber zu bezweifeln, dass sie dafür davon Gebrauch macht. Fidesz-Chef Orbán sagte schon zuvor, dass er sich nicht "mit Fragen der Bekleidung" von Abgeordneten aufhalten möchte.

 

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