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(c) Pester Lloyd / 21 - 2010  WIRTSCHAFT 28.05.2010

 

Ungarische Manager kalkulieren Betrug mit ein

Betrug innerhalb der Unternehmen und gegenüber dem Staat summiert sich in Ungarn jährlich offiziell zu 1.800 Milliarden Forint (6,5 Mrd. EUR) bzw. 7% der gesamten Wirtschaftsleistung BIP. Diese Berechnung macht jedenfalls die Wirtschaftsprüfungsorganisation Ernst und Young in Ungarn auf. Rund 24 Prozent der Manager von Unternehmen kalkulieren Verluste durch Betrug, Unterschlagung, "Schwund" etc. von vornherein in ihre Planungen ein, während das in den Nachbarländern der Region nur 14% tun, meldet der Wirtschaftsprüfer in einer Studie. 42% der Unternehmen haben bekanntgewordene Fälle disziplinarisch oder strafrechtlich geahndet, weltweit machen dies 46%. Man schätzt jedoch, dass nur rund 10% aller Delikte überhaupt ans Licht kommen, woran die Unternehmen durchaus selbst die Schuld tragen, denn nur 20% der ungarischen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern eine Hotline oder andere anonyme Möglichkeit, um Betrugsfälle anzuzeigen, bei den Nachbarn sind das auch nur 22%, global gesehen aber fast jede zweite Firma.

 


 

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