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(c) Pester Lloyd / 22 - 2010
NACHRICHTEN 01.06.2010
Spekulationen um massive Gaspreiserhöhung in Ungarn
Die ungarischen Privatkunden müssen sich ab Juli
auf Gaspreiserhöhungen von 15-20% einstellen, berichtet die eher linksliberale Tageszeitung "Népszabadság". Als Begründung für diesen
enormen Preisschritt könnten, so die Zeitung, die Versorger den Wertverfall des Forint gegenüber dem US-Dollar angeben. Die regierungsfreundliche
"Magyar Nemzet", die im Wahlkampf ebenfalls schon den Teufel der Preiserhöhung an die Wand malte, schreibt nun, dass die neue Regierung
bereits in Gesprächen mit den großen Versorgern ist, um Tarifsenkungen durchzusetzen, schätzt aber, dass man wohl bei 0-10% Plus landen wird.
In Ungarn werden Gaspreiserhöhungen von den Unternehmen bei der staatlichen
Energieagentur eingereicht und müssen von dieser genehmigt werden. Dazu dienen diverse Berechnungsschlüssel, die Vorgängerregierung hatte so gut wie alle Anträge
genehmigt, zuletzt gab es im April einen knapp 10%igen Anstieg der Preise. Besonders heikel ist zudem, dass die abgelöste Regierung für das zweite Halbjahr keine Mittel für
die sog. Energiepreiskomoensation eingeplant hat, mit der man die Energiekosten für die Ärmsten bisher abgefedert hatte.
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