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(c) Pester Lloyd / 22 - 2010
NACHRICHTEN 01.06.2010
Malév beschließt 3-Jahres-Plan
Die Anteilseigner der rückverstaatlichten
ungarischen Fluglinie Malév beschlossen auf der jährlichen Hauptversammlung einen auf drei Jahre lautenden Restrukturierungs- und Managementplan, der im wesentlichen die
Handschrift des Chefmanagers der Airline, Martin Gauss, trägt. Danach soll die Malév ab 2012 wieder einen, zumindest operativen, Gewinn von 25 Mio. EUR einfliegen. In den
drei Jahren sollen zudem rund 48,8 Mio EUR an Kosten eingespart werden, durch Umsatz- und Effizienzsteigerung, aber auch weitere Entlassungen sind nicht auszuschließen. Für
2009 schließt Malév mit Verlusten von 26,8 Mrd. Forint (knapp 100 Mio EUR) ab. Ákos Németh und Endre Török scheiden aus dem Aufsichtsrat aus, Nachfolger wurden nicht ernannt.
Über eine 25-Milliarden-HUF Kapitalerhöhung
erwarb vor wenigen Monaten der ungarische Staat 95% der Malév vom Vorbesitzer AirBridge, einem russischen Unternehmen des
Oligarchen Boris Abramowitsch, dessen Anteile aber zum größten Teil an die staatliche russische Bank VEB verpfändet waren. Abramowitsch wollte ursprünglich eine große
Allianz aus regionalen Airlines schmieden, scheiterte aber während der Krise an der auf Pump basierenden Finanzierung. AirBridge hält nun noch symbolisch 5%, die VEB wurde
vom Eigner zum Gläubiger.
Unklarheiten warf in letzter Zeit noch eine Gegenbürgschaft Malév-VEB über 32 Mio
EUR auf, deren Rechtmäßigkeit in Zweifel gezogen wird. Diese soll mit dem Privatisierungsvertrag von 2007 unvereinbar gewesen sein. Das Finanzministerium kündigte eine gerichtliche Prüfung an.
Mehr zum Thema:
Dünne Luft (Mär 2010) Massiver Stellenabbau bei der wieder staatlichen Malév http://www.pesterlloyd.net/2010_10/10malevrestrukt/10malevrestrukt.html
Von VEB zum VEB (Mär 2010) Die ungarische Airline Malév wurde rückverstaatlicht http://www.pesterlloyd.net/2010_09/09malev/09malev.html
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