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(c) Pester Lloyd / 22 - 2010 KULTUR 01.06.2010
Musikakademie in Budapest vor Renovierung
Die Renovierung der renommierten Franz Liszt Musikakademie in Budapest nimmt
langsam konkrete Gestalt an. Für die Renovierung und den Ausbau des Jugendstilbauwerks von 1907 hat die Akademie jetzt eine Ausschreibung über 4
Milliarden Forint (knapp 15 Mio EUR) gestartet. Darin sind neben Schönheitsarbeiten auch die Vergrößerung der Nutzflächen von derzeit 9.300 auf 11.000 Quadratmeter
vorgesehen. Gebote werden bis 5. Juli angenommen, am 28. Juli soll eine Entscheidung verkündet werden.
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Besonders der große Konzertsaal ist ein Schmuckstück des Jugendstil, mit aufwendiger
Ornamentierung und einer gewaltigen Orgel. Zsolnay-Keramiken und zahlreiche Fresken zieren Säle und Gänge (auf dem Foto das zentrale Foyer). An der Akademie lernten,
lehrten und musizierten u.a. Béla Bartók, Zoltán Kodály, Leo Weiner und Georg Solti. Zwar gab es Ende der 90er eine Art Renovierung, doch diese stellte lediglich die
Fassade wieder her und richtete das absolut nötigste im Innern. Viele Räume, vor allem aber die Infrastruktur und Haustechnik, aber auch Instrumente sind in einem
erbarmungswürdigen Zustand, es fehlte an Geld und auch am politischen Willen. Dennoch konnte das Haus stets qualitätvolle Konzerte mit vielen Größen der Musikwelt
sowie zeitgleich den umfangreichen Lehrbetrieb aufrecht erhalten. Während der Bauarbeiten ziehen die Studenten in nebenliegende Provisorien sowie in die alte Musikakademie von 1875.
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