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(c) Pester Lloyd / 24 - 2010 WIRTSCHAFT 17.06.2010
Energiepreise in Ungarn werden wieder zentral reguliert
Mit der großen Mehrheit von 303 Ja-Stimmen, entschied das ungarische Parlament, die
Preise für Gas und Strom für Privatkunden, Kleinabnehmer und staatliche wie kommunale Institutionen wieder zentral regulieren zu wollen. Zudem sollen
Fernwärmeanbieter auch in den Genuss der regulierten Preise kommen. Gleichzeitig wurde ein Moratorium für Preiserhöhungen verkündet, womit es nicht zu den
angekündigten enormen Gaspreissteigerungen im Juli kommen wird. Das zuständige Ministerium erbittet sich mit dem Preisstopp Bedenkzeit, um die neuen Regularien
umsetzen zu können, man rechnet mit einer Einigung mit den großen Versorgern bis Herbst. Die neuen Regeln beinhalten u.a., dass der beauftragte Minister eine
Höchstgrenze für Gas- und Strompreise festsetzen kann, bisher wurden neue Preise bei der (staatlichen aber pro forma unabhängigen) Energieagentur eingereicht und dort
genehmigt oder zurückgewiesen. Der Chef dieser Agentur ist bereits zurückgetreten. Der liberalisierte Teil des Energiemarktes ist von den Maßnahmen, die Teil des
29-Punkte-Aktionsplans von Premier Orbán sind, nicht betroffen. Dazu gab es gleich noch eine gute Nachricht für Stromkunden. Ab 1. Juli sinken die Strompreise für
Einzelabnehmer zwischen 1,52 und 5,8%, je nach Region und Anbieter.
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