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(c) Pester Lloyd / 24 - 2010  NACHRICHTEN 15.06.2010

 

In Ungarn sollen Postfilialen in Dörfern und Nebenstrecken der Bahn wieder eröffnet werden

Die Regierung, genauer, der Minister für Nationale Entwicklung, Tamás Fellegi, hat angekündigt, dass er die vielen kleinen Postfilialen auf dem Lande gerne wieder öffnen lassen möchte, um die Entwicklung der lokalen Wirtschaft auf dem Lande zu befördern. Ebenso sollten stillgelegte Eisenbahnlinien, so denn Bedarf besteht, revitalisiert werden. Die ungarische Post hat im Zuge eines Restrukturierungsprogrammes die Postzweigstellen in 946 Dörfern geschlossen und bot seitdem einen mobilen Service mit Post-Autos an. Die Bahn legte, auf Beschluss der Regierung, 24 Teilstrecken still, was zu Protesten vor allem von Pendlern geführt hatte. Die neue Regierung steckt mit diesen Maßnahmen in einer Zwickmühle. Zum einen hat sie sich vorgenommen, vor allem das Leben auf dem Lande angenehmer zu gestalten und dort für eine bessere Logistik zu sorgen (Stichwort: ein Polizist in jedes Dorf), zum anderen müssen die defizitären Staatsbetriebe dringend saniert werden, vor allem die Staatsbahn MÁV ist ein großer Kostenposten. Die Post schrieb im letzten Jahr zwar Gewinne, doch eben auch wegen der rigiden Schließung unwirtschaftlicher Filialen auf dem Lande.
 

 

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