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(c) Pester Lloyd / 24 - 2010
NACHRICHTEN 19.06.2010
Sorge um Sicherheit ungarischer Soldaten in Afghanistan
Der ungarische Verteidigungsminister Csaba Hende reiste am vergangenen Mittwoch
nach Afghanistan, um die dort stationierten 360 Soldaten zu besuchen und Gespräche mit der amerikanischen NATO-Einsatzleitung zu führen. Besondere Sorge machte dem
Minister die sich stetig verschlechternde Sicherheitslage. Gegenüber dem Oberkommandierenden der ISAF-Streitkräfte, General McChrystal, äußerte Hende
Zweifel, ob die Sicherheit um das ungarische Camp in Pol-e-Khormi in der nördlich gelegenen Provinz Baghlan noch gewährleistet ist.
Daher forderte er von den Verbündeten mehr Schutz für die Region und das ungarische Lager,
wobei sich zwangsläufig die Frage stellt, welchen Sinn die Stationierung einer Einheit hat, wenn sie nicht in der Lage ist sich selbst zu schützen und
dafür der Hilfe anderer Truppen bedarf. Hende sagte, dass Ungarn seine internationalen "Verpflichtungen" erfüllen wird, wenn die Sicherheit der Armeeangehörigen erhöht werden
kann. In diesem Zusammenhang forderte er auch ein verstärktes Engagement der in Baghlan operierenden afghanischen Armeeeinheiten. Den Kommandaten Abdul Rahim Wardak bat er um
erweiterten Schutz. Gleichzeitig sicherte er zu, dass auch Ungarn seinen Anteil an Ausbildern für den Aufbau der afghanischen Armee erhöhen wird,
so wie es der neuen NATO-Leitlinie entspricht. Ungarn ist seit 2003 in Afghanistan engagiert und stellt nach Albanien und Kroatien das
drittkleinste Kontingent aller 22 Entsendernationen. Drei Soldaten starben bisher bei den Einsätzen.
Zum Thema:
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