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(c) Pester Lloyd / 27 - 2010
NACHRICHTEN 06.07.2010
IWF soll Ungarn von Bankensteuer abbringen
Während sich die einheimischen Kreditinstitute, Versicherer und Leasinggesellschaften
hinsichtlich der Finanzsondersteuer mehr auf die Blockade der Verhandlungen und öffentliches Jammern verlegt haben, gehen die ausländischen Banken mit Interessen in
Ungarn in die Offensive und beschweren sich beim Internationalen Währungsfonds, IWF, gegen die auf sie zukommende Belastung. Unter den Beschwerdeführern sind u.a.
die Raiffeisen International, die Erste Group sowie die Bank Austria (Tochter der ital. UniCredit), die belgische KBC, Intesa Sanpaolo aus Spanien und die BayernLB (Mutter
der MKB). Die Banken wollen, dass der IWF, Ungarns größter Gläubiger, Premier Viktor Orbán von seiner Bankenabgabe abbringt. Die Banken sollen rund 60% der jährlich 200
Milliarden Forint (knapp 700 Mio EUR) aufbringen, die Orbán für seinen Haushalt und die geplante Steurreform braucht. Das IWF ist an sich auf eine Erfüllung der Spar- und
Budgetauflagen Ungarns erpicht, weshalb der "Hilferuf" der Kreditinstitute womöglich ins Leere gehen könnte, auch wenn die Institute von einem drohenden
Geschäftsrückgang in Osteuropa sprechen, der dort dem Aufschwung schaden müsste. Ungarn ist mit dem IWF gerade in Verhandlungen über eine eventuelle Umwidmung der
restlichen 6 Milliarden Euro aus dem Notkredit von 2008 sowie eine Lockerung der Budgetregeln und eine mögliche neue Kreditlinie.
Alles weitere zur Sondersteuer hier im FINANZMARKT
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