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(c) Pester Lloyd / 33 - 2010 WIRTSCHAFT 17.08.2010
Slowakei will viele Steuervergünstigungen abschaffen
Die slowakischen Minister für Finanzen, Soziales und Gesundheitswesen bereiteten eine
grundlegende Reform im Steuer- und Abgabensystem des Landes vor, vor allem sollen "unbegründete Ausnahmen und Deformationen" beseitigt werden, die schon nähchstes
Jahr 440 Millionen Euro mehr Einnahmen für den Staat einbringen könnten, in den darauffolgenden Jahren sogar 560 bzw. 635 Mio EUR. Dabei werden teilweise radikale
Schritte ins Visier genommen, alles "was nicht direkt die Stärkung der Wirtschaft" betrifft. So sollen die Steuerfreibeträge bei zweckgebundenem Sparen,
Lebensversicherungen und Zusatzrentenversicherung wegfallen. Man bemängelt, dass bisher ein solcher Steuerfreibetrag auch bei Wertpapiererlösen und Mieteeinnahmen
gewährt wurde. Auch der pauschalierte Satz für Ausgaben in der Einkommenssteuererklärung soll auf 30 Prozent vereinheitlicht werden, gegenwärtig
gibt es drei unterschiedliche, 25, 40 und 60 Prozent. Aufgehoben wird auch die Befreiung einiger Einkünfte bis zum Fünffachen des Existenzminimums oder die
Befreiung beim Verkauf von Wohnungen und anderen Immobilien. Dies wird jedoch nur nach dem Inkrafttreten des Gesetzes erworbene Liegenschaften betreffen. Weiterhin
wird eine Besteuerung der Zulagen bei Bezügen von Unselbstständigen vor, die bisher nicht besteuert wurden, was vor allem im Justizwesen viele betrifft.
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