|
(c) Pester Lloyd / 35 - 2010 WIRTSCHAFT 01.09.2010
Forint auf Allzeittief zum Schweizer Franken
Für Angst und Schrecken bei Hunderttausenden privaten Kreditnehmern in Ungarn sorgen
in den letzten Tagen wieder die Währungsmärkte. Vor allem der Schweizer Franken, auf den die meisten der vielen Fremdwährungskredite in Ungarn lauten, macht den
Bankkunden zu schaffen. Der CHF erreichte am Dienstag mit fast 223 Forint/CHF ein neues Allzeithoch, womit fast automatisch auch die Verbindlichkeiten der vielen
Konsumenten- und Hypothekenkredite ansteigen, sich die Raten verteuern und daher noch mehr Bankkunden in Zahlungsverzug geraten werden.
Auch der Euro liebäugelt schon wieder mit der 290er Marke, am Dienstagnachmittag
pendelte er sich vorerst bei 287,50 ein. Die Nachrichten über die schleppende Wirtschaft in den USA, aber auch die nicht so hellen Aussichten in Asien, ließen viele Anleger in die
als extrem sicher geltende Schweizer Währung flüchten, was sie so stark macht, dass weder Euro noch Dollar mithalten konnten, was wiederum auch die Ostwährungen,
besonders die der stark anfälligen Länder belastete. Nach Beobachtermeinung ist ein baldiger Durchbruch der 290er Marke zum Euro zu erwarten, immerhin, die Touristen wirds freuen.
Mehr über die Verschuldungsfalle in Ungarn lesen Sie im FINANZMARKT
DISKUTIEREN SIE ZU DIESEM THEMA IM GÄSTEBUCH
|