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(c) Pester Lloyd / 35 - 2010
NACHRICHTEN 30.08.2010
Entschädigungen für Opfer stalinistischer Arbeitslager in Ungarn
Die ungarische Regierung will in einer der Herbstsitzungen des Parlamentes die Erhöhung
von Entschädigungszahlungen von Opfern des Stalinismus in Ungarn anregen. Konkret geht es dabei um die Insassen von rund einem Dutzend Arbeitslagern, hauptäschlich in
der Hortobágy, in die ab 1950 unter dem stalinistischen Rákosi-Regime tausende Familien deportiert wurden. Das Justizministerium befürwortet zudem eine "Erhöhung der
öffentlichen Aufmerksamkeit" für diese Ereignisse und sucht eine Form des Gedenkens. Zwar gab es im Frühjahr 1953 eine allgemeine Amnestie für die Deportierten, doch
konnten diese nie wieder in ihre angestammten Häuser zurück, ihr Besitz war konfisziert. Bereits vor einem Jahr beschloss die Budapester Stadtversammlung, in einem
parteiübergreifenden Beschluss, die Errichtung eines zentralen Mahnmals für die rund 15.000 Opfer dieser Lager, die aus der Hauptstadt stammten. Dieses Denkmal soll am
22. Oktober, am Tag vor dem Nationalfeiertag anlässlich des Volksaufstandes von 1956, enthüllt werden.
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