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(c) Pester Lloyd / 36 - 2010 WIRTSCHAFT 06.09.2010
Neue Forex-Kredite in Ungarn kommen praktisch zum Erliegen
Eigentlich sollte das Gesetz über ein weitgehendes Verbot der Vergabe von
Fremdwährungskrediten an Privatleute seit 1. August in Kraft treten, doch die im Juli im Parlament beschlossene Gesetzesvorlage war bis dato noch nicht vom Präsidenten
unterzeichnet worden. Dennoch erklärten die größten in Ungarn tätigen Kreditinstitute, sich bereits freiwillig dem Gesetz beugen zu wollen.
Dementsprechend ging der Anteil von Forex-Krediten bei neu aufgenommen Hypotheken
auf Wohneigentum schon im Juli auf 1,5 Milliarden Forint (ca. 5 Mio EUR) zurück, während er im Juni noch bei 4,2 Mrd. HUF lag. Die meisten dieser Kredite lauten zudem
auf Euro, auf Schweizer Franken, dessen Kurs gegenüber dem Forint zuletzt ein Rekordhoch erreichte, fielen nur noch kaum messbare 100 Mio HUF. Auch bei
Konsumentenkrediten (Autos, Urlaub, technische Geräte auf Ratenzahlungen) ist von der Nationalbank ein Rückgang von 3,7 Mrd. HUF auf nur noch 1,2 Mrd. im Juli registriert
worden. Eurokredite kosteten im Juli im Schnitt 7,54% (Hypotheken) und 9,16% (Konsum), während Forintkredite für Häuser ab 10% zu haben waren, für Konsumgüter
kosteten sie 20% im Schnitt! Doch auch die Kreditaufnahme in der heimischen Währung ging im Juli gegenüber Juni zurück, auf 17,9 von 19,9 Mrd. Forint und erreicht damit das
gleiche Level wie vor einem Jahr, lag aber doppelt so hoch wie der Durchschnitt der letzten zwölf Monate.
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