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(c) Pester Lloyd / 36 - 2010  NACHRICHTEN 09.09.2010

 

Hohe Ausfälle bei Unternehmenssteuer in Ungarn

Nach einer korrigierten Steuerschätzung könnten rund 45% der zuvor berechneten Unternehmenssteuern (Körperschaftssteuer) in Ungarn in diesem Jahr ausfallen. Nach einer Berechnung der Wirtschaftszeitung Világgazdaság, rechnete der Staatshaushalt 2010 anfänglich mit rund 610 Milliarden Forint (2,12 Mrd. EUR) aus Steuern auf Unternehmensgewinne, nun geht man von Einnahmen von nur noch 350 Milliarden (1,2 Mrd. EUR) aus. Allein 75 Milliarden der Mindereinnahmen gehen auf Steuerrückzahlungen für 2009 zurück, die allerdings buchhalterisch nurmehr das vorige Budget nachträglich belasten (die Gesamtverschuldung dennoch erhöhen). Allerdings sinken die Steuern auf Unternehmensgewinne (bis zu einer Höhe von 500 Mio Forint) von 19 auf 10%, so dass auch zukünftig - zumindest kurzfristig - kaum mit höheren Einnahmen zu rechnen sein wird.

Da 2011 noch eine ganze Reihe weiterer Steuerschritte ansteht, u.a. die Absenkung der individuellen Einkommenssteuer, ist es fraglich, ob ein allgemeines Wirtschaftswachstum diese Ausfälle so ohne weiteres kompensieren kann, um die angestrebten <3% Defizit erreichen zu können. Durch die Blume hatte sogar schon Regierungschef Orbán angedeutet, dass manche Steuerschritte länger auf sich warten lassen könnten als zuvor geplant.

Am kommenden Montag nimmt das Parlament seine Herbstsitzungen auf, kurz vor Weihnachten soll das Gesetz über den Staatshaushalt 2011 verabschiedet werden.
 

 

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