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(c) Pester Lloyd / 36 - 2010
NACHRICHTEN 07.09.2010
Älteste Synagoge von Budapest wieder in Betrieb
Seit letztem Sonntag, ist die älteste Synagoge von Budapest wieder als jüdischer Tempel
geweiht. Das fast 200 Jahre alte Gebäude im Stadtteil Óbuda wurde zuvor jahrzehntelang als Fernsehstudio benutzt und konnte nun von den israelischen und ungarischen
Oberrabbinern in einer Zeremonie wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden. Auch der für Religionsfragen zuständige stellvertretende Premier und Chef der
fundamental-christlichen Partei KDNP (einem Listenanhängsel des Fidesz) sowie der römisch-katholische Kardinal Péter Erdö waren bei der Feierstunde anwesend. Die
neoklassizistische Synagoge wurde 1821 auf den Fundamenten eines älteren Tempels errichtet. Damals war Óbuda (Altofen) noch eine eigenständige, deutsch geprägte Stadt,
in der die größte jüdische Gemeinde Zentralungarns lebte. In den 60er Jahren verkaufte die jüdische Gemeinde das Gebäude an den Staat, der es zuerst als Textilmuseum und
dann als Studio 5 des Staatsfernsehens nutzte. Die jüdische Gemeinde Óbuda mietet das Gebäude nun von MTV und organisierte die Renovierung.
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