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(c) Pester Lloyd / 37 - 2010  NACHRICHTEN 13.09.2010

 

Donaukreuzfahrten ohne Nutzen für Ungarn

Als vergebene wirtschaftliche Gelegenheit wird der Umstand angeführt, dass keines der vielen auf der Donau schippernden Kreuzfahrtschiffe unter ungarischer Flagge fährt, obwohl durch Ungarn der längste Abschnitt dieses europäischen Flusses führt. Eine Untersuchung ergab, dass zwischen April und Oktober rund 120 Kreuzfahrtschiffe auf der ungarischen Donau unterwegs sind und jeweils 100 bis 220 Passagiere transportieren. Nicht eines der schwimmenden Hotels mit Rundumversorgung ist in Ungarn gemeldet, somit verdient weder der Staat Steuern, noch geben die meist vollversorgten Touristen viel Geld an Land aus, bedauert man in ungarischen Medien. Dass dahingehend keine Initiativen der ungarischen Tourismusindustrie gibt, sei ein Armutszeugnis, folgert die Zeitung "Magyar Nemzet", Sprachrohr der regierenden Konservativen und verweist darauf, dass sogar während der sozialistischen Zeiten in den Achtziger Jahren immerhin zwei solcher Kreuzfahrtschiffe operierten.
 

 

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