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(c) Pester Lloyd / 38 - 2010  NACHRICHTEN 21.09.2010

 

Ungarische Zentralbank will Kunden und Banken schützen

Auch die ungarische Zentralbank will ihr Schärflein dazu beitragen, dass sich die Situation der privaten Kreditnehmer in Ungarn verbessert und schlägt daher die Einführung neuer Regularien für die transparentere Gestaltung und Kommunikation der Kosten für Kredite vor. Man habe sich, so erklärt die Nationalbank, dabei an den Vorschlägen zweier Abgeordneter der Regierungsfraktion orientiert (Lajos Kosa und Antal Rogán, Anm.), im Gegensatz dazu aber darauf geachtet, das Geschäftsumfeld der Banken berechenbar zu halten und deren Fähigkeit, Kredite auszugeben, nicht zu beschneiden. Neben den schon vorliegenden Punkten, will die Nationalbank auch die Möglichkeit der Rückzahlung von Forex-Krediten in Fremdwährungen zulassen (was freilich nur die bevorzugen würde, die im Ausland über Guthaben oder Einkommen verfügen). Diesen und weitere Vorschläge, so die MNB, habe man bereits Ende August dem Finanzminister überstellt. Dazu ist zu wissen, dass sich Regierung und Nationalbank in schärfster persönlicher Konkurrenz befinden. Nationalbankgouverneur András Simor ist der letzte noch verbliebende Mächtige der Vorgängerregierung, er ist von Orbán nicht absetzbar, der ihn als Hindernis auf seinem Weg der totalen Machtübernahme in Ungarn betrachtet, die ansonsten weitgehend abgeschlossen ist.

Mehr zum komplexen Thema Verschuldung, Fremdwährungskredite und Bankenregulierung im FINANZMARKT sowie zur Dauerfehde zwischen Nationalbank und Regierung
 

 

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