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(c) Pester Lloyd / 38 - 2010
NACHRICHTEN 23.09.2010
Dramatischer Mangel an Organspenden in Ungarn
Eine Untersuchung der ungarischen Gesundheitsbehörden und des Rechnungshofes hat
ergeben, dass die Zahlen von Organspenden und damit auch die Zahlen von Organtransplantationen in Ungarn dramatisch gefallen sind. Ein Patient, der eine
Herztransplantation nötig hat, hat in Ungarn nur eine halb so hohe Überlebenschance wie in jedem anderen Land der EU. Die Wartelisten werden immer länger, während im
EU-Schnitt jährlich 35 Nierentransplantationen pro Millionen Einwohner durchgeführt werden, sind es in Ungarn lediglich 26, ähnlich sieht es bei Herz und Lunge aus. Bei
Lebertransplantationen liegt Ungarn sogar 73% hinter dem EU-Schnitt. Dabei kostet viele Patienten die lange Wartezeit das Leben, diejenigen, die weiterleben, kosten den Staat
durch teure Medikamente, Dialysen und umfassende Intensivmedizin eine Menge Geld, so die dramatische Analyse der Behörde des staatlichen Rechnungshofes dazu. Dabei verfüge
das Land sowohl über ausreichend Technik, Expertise und Ärzte, um deutlich mehr Transpalantationen durchzuführen, es fehlten lediglich Spender. Die Öffentlichkeit müsse
informiert und motiviert werden, Spenderausweise zu zeichnen.
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