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(c) Pester Lloyd / 38 - 2010  NACHRICHTEN  23.09.2010

 

Fidesz-Kandidat für Budapest zu seinen Plänen

Mit großen Tönen ließ der Fidesz-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von Budapest, István Tarlós, wissen, was er unmittelbar nach seinem erwartbaren Wahlsieg vorhat. Die 1.400 Angestellten im Rathaus seien viel zu viel, man werde die Zahl im Falle seiner Wahl deutlich reduzieren. Außerdem werde er umgehend Rechtsanwälte beauftragen, die alle Verträge der Stadt mit Privatunternehmen überprüfe und zwar nicht nur dahingehend, ob sie rechtens sind und erfüllt werden, sondern auch, ob die für die Stadt arbeitenden Unternehmen, einschließlich der Versorgungsunternehmen, ihre Steuern vollständig bezahlt haben.

Weiterhin möchte er die Aufsicht über wichtige Investitionprojekte sowie die stadteigenen Unternehmen aus den Händen der derzeitigen Kommissionen unter direkte Aufsicht durch die Stadtversammlung stellen. Hinsichtlich der Metrolinie 4 meinte Tarlós, dass man das Prjekt fertigstellen wird, den Vertrag mit dem Lieferanten der U-Bahn-Züge (Alstom) jedoch neu verhandeln werde. Es gäbe eine Menge offene Fragen sowie eine Finanzierungslücke von umgerechnet rund 350 Mio EUR allein für die erste Bauphase der Metro. Das gesamte System des öffentlichen Nahverkehrs gehöre neu organisiert, was nicht zu den Kernaufgaben der BKV gehöre, könnten MÁV oder Volánbus übernehmen bzw. ausgelagert werden, so Tarlós, der sich aufgrund der derzeitigen Gemengelage gute Hoffnungen machen kann nächster Oberbürgermeister von Budapest zu werden.

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