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(c) Pester Lloyd / 39 - 2010 BUDAPEST 27.09.2010
Strafen für Teilnehmer der Critical Mass in Budapest
Für mehr als einhundert Teilnehmer der Fahrraddemonstration Critical Mass am vergangenen Mittwoch hat das Event ein finanzielles Nachspiel. Ihnen wurden, wegen
verschiedender Verkehrsdelikte Strafen aufgebrummt, wie die Polizei meint "vollkommen gerechtfertigt", da sie "grundlegende Verkehrsregeln mißachteten, wie das Fahren bei
Rot und das Benützen der Straßenbahnschienen". Die Veranstalter sehen die Sache völlig anders und beklagen sich über eine regelrechte Polizistenjagd auf Teilnehmer der
Veranstaltung vom mehreren zehntausend Menschen, die für bessere Radwege und insgesamt eine nachhaltigere Stadtverkehrsentwicklung demonstrierten. Die Polizei habe
es geradezu darauf angelegt, so viele Fahradfahrer wie möglich zu bestrafen. Man sehe zwar auch, dass es Regelübertretungen gegeben habe, doch waren die bei dem
Massenbetrieb nicht immer zu verhindern und es sei in Rechnung zu stellen, dass es sich im Ganzen um eine friedliche und gutwillige Demonstration gehandelt habe, die
niemanden gefährdet hat. Die Polizei habe gegen 110 Teilnehmer Strafen im Wert von insgesamt 830.000 Forint verhängt.
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