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(c) Pester Lloyd / 39 - 2010  NACHRICHTEN 27.09.2010

 

Lehrer in Ungarn fordern 50% mehr Gehalt

Mit einem dramatischen Apell hat der wiedergewählte Präsident der Lehrergewerkschaft PDSZ (Demokratische Lehrergewerkschaft), László Mendrey, die Regierung aufgefordert, endlich für ein angemessenes und gerechtes Gehaltsschema zu sorgen. Er erinnerte an ein Versprechen des sog. Bildungsrates, wonach das Gehalt eines Lehrers nicht unter dem Durchschnittsgehalt von anderen Fachkräften liegen solle.

Man habe den Lehrern eine 50%iger Gehaltsaufstockung zugesagt, zuerst für 2011, nun nur noch für das Ende der Legislaturperiode. Diese sollte das derzeitige Durchschnittsgehalt der ungarischen Lehrer von ca. 200.000 Forint im Monat (ca. 725.- EUR, brutto) in zwei Schritten auf 300.000 Forint (ca. 1.085 EUR) anheben, wobei alle Gehälter zunächst um 25% angehoben würden, die zweite Anhebung aber nur jenen Pädagogen zu Gute käme, die bestimmte Standards und Kriterien erfüllen.

Über die immer häufigeren Schulschließungen müsse man sich empören, "es reicht, nicht weiter so. Wir können es uns nicht mehr erlauben, noch mehr Lehrer in andere Berufe gehen zu lassen. Jede Schulschließung hat ernsthafte Konsequenzen für alle." In den letzten sieben Jahren haben tausende Lehrer ihre Jobs verloren und es ist kaum möglich, sie unter den jtzigen Bedingungen wieder aus anderen Berufen zu rekrutieren, sagt Mendrey. Gerade der Ausbau bzw. Erhalt von Dorfschulen sei wichtig, die Verbringung per Schulbus keine gute Lösung.
 

 

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