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(c) Pester Lloyd / 39 - 2010 GESELLSCHAFT 27.09.2010
Ungarn mit die größten Sprachmuffel in der EU
Auch die neueste Statistik der EU-Behörde Eurostat weist nach, dass Ungarn eines der
Länder mit der geringsten Fremdsprachendurchdringung in ganz Europa ist. Dreiviertel der Erwachsenen in Ungarn (genau 74,8%) sprechen demnach keine andere außer ihrer
Muttersprache, ein Wert, der nur noch von Rumänien und der Türkei getoppt wird, wobei bei letzterem die regionalen Unterschiede sehr groß sind und die Metropole
Istanbul einzeln betrachtet auf einem Spitzenplatz landen würde.
In ganz Europa sind es 38% der 25-64jährigen, die keine Fremdsprache sprechen, 13,3%
geben an, wenigstens eine Fremdsprache fließend zu beherrschen, in Ungarn waren das nur 5.8%, weitere 7,2% behaupten mittelmäßige Sprachkenntnisse. Während in ganz
Europa 79% der Grundschüler und 83% der Sekundarstufe eine Fremdsprache erlernen, sind dies in Ungarn lediglich 33 bzw. 78%.
In der Grundstufe lernen fast alle Kinder in Schweden, Luxemburg, Italien und Spanien
eine Fremdsprache systematisch, die niedrigsten Werte haben Irland mit 3%, die Niederlande mit 32% und Ungarn mit 33%. In Luxemburg erlernen sogar 83% der Kinder
schon im Grundschulalter eine zweite Fremdsprache. In der Sekundarstufe sind die fleißigsten Länder Finnland, Niederlande und Rumänien, wo fast alle zwei Fremdsprachen
erlernen. Die größten Sprachmuffel leben neben Ungarn in Polen, Bulgarien, naturgemäß in Großbritannien und in Frankreich sowieso.
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