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(c) Pester Lloyd / 46 - 2010
NACHRICHTEN 18.11.2010
Ausstellung zur Giftschlammkatastrophe in Ungarn
Am 10. November wurde im Nationalmuseum die erste Ausstellung zur Rotschlammkatastrophe in der
Region Ajka eröffnet. Der bei dem Dammbruch im Aluminiumwerk der MAL Zrt. freigesetzte, star ätzende und schwermetallhaltige Schlamm hat tiefgreifende, zum Teil irreversible ökologische und
wirtschaftliche Schäden angerichtet. 10 Menschen sind gestorben, ca. 150 wurden verletzt. Insgesamt wurden ca. 40 km² Landfläche überschwemmt und
350 Gebäude beschädigt, die Menschen, die ihre Heimat verloren, waren auf die Helfer vor Ort angewiesen. Freiwillige und zivilgesellschaftliche
Organisationen ebenso wie Ärzte, Polizei und Militär errichteten Notunterkünfte, sammelten dringend benötigte Sachspenden und leisteten medizinische
Versorgung. Die offiziöse Ausstellung dokumentiert die Katastrophe aus den Blickwinkeln der verschiedenen Beteiligten. Die Betroffenen haben persönliche Fotos, Videos, sogar
Kinderzeichnungen bereit gestellt, die Helfer präsentieren ihr verwendetes Zubehör, Schutzkleidung und Werkzeuge. Der gesamte Eintrittspreis von 500 Ft (ca. 2 Euro) wird
an die Opfer der Katastrophe in Kolontár und Devecser gespendet.
Bis 12. Dezember Ungarisches Nationalmuseum Múzeum krt. 14-16, 1088 Budapest
Weitere Informationen: www.mnm.hu
Update 17.11.: Polizei verbietet Demo in Devecser
Alles weitere zur Giftschlammkatastrophe in unserer Chronologie
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