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(c) Pester Lloyd / 51 - 2010  NACHRICHTEN 23.12.2010

 

Finanzielle Schieflage bei Thermalbädern in Budapest

Am Mittwoch schlug der neue Oberbürgermeister István Tarlós ein weiteres Mal Alarm was den Zustand der städtischen Betriebe betrifft. Seit längerem schon ist bekannt, dass der Nahverkehrsbetrieb BKV überschuldet und eigentlich bankrott ist und nur noch durch städtische und staatliche Zuschüsse am Leben erhalten werden kann. Eine radikale Umstrukturierung, möglicherweise Zerschlagung wird für das nächste Jahr vorbereitet.

Nun aber brachte der OB an, dass auch drei weitere Betriebe in Besitz der Stadt kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehen könnten: die Abwasserbetriebe, das städtische Bestattungsunternehmen sowie ausgerechnet die weltweit bekannten Thermalbäder der Stadt. Letztere hätten in diesem Jahr ein Defizit von 700 Millionen Forint (ca. 2,5 Mio EUR) eingefahren, die Stadtversammlung musste daher eine "außerordentliche Sitzung einberufen, um die unglaubliche finanzielle Schieflage zu richten", so Tarlós.

Der OB kündigte außerdem an, die Entscheidung eines französischen Gerichtes hinsichtlich des Alstom - Falles anzufechten. Hier geht es um eine millionenschwere Bankgarantie im Zusammenhang mit der Vertragskündigung über Lieferungen von U-Bahnzügen für die neue Metrolinie 4, die nicht den Budapester Vorstellungen entsprechen. Zur Frage, ob sich die Stadt aus dem Betrieb mehrerer Krankenhäuser zurückziehen, äußerte sich Tarlós ausweichend, eine endgültige Entscheidung stehe hier noch aus.

Über das Széchenyi-Bad in Budapest - Nov. 2010

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