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(c) Pester Lloyd / 04 - 2011  WIRTSCHAFT 25.01.2011

 

Mahnfristen für Gasrechnungen in Ungarn sinken

Die Mahnfrist für die Bezahlung von Strom- und Gasrechnungen für Privatkunden soll durch ein staatliches Dekret ab März von derzeit 90 auf 60 Tage verringert werden. Bisher warteten die Versorger in der Regel drei Monate, manchmal noch mit einer zusätzlichen Schonfrist, bis sie die Belieferung abschalteten. Sie schickten drei Mahnungen und akzeptierten auch Teilzahlung. Führte das nicht zum Ziel, konnte man sich um die Einrichtung eines Prepaid-Gaszählers bemühen und erhielt eine weitere Frist für die aufgelaufenen Schulden. Führte das zu nichts, wurde abgeklemmt. Nun sollen die Abschaltprozeduren für die Versorger deutlich erleichtert werden und nur noch zwei Mahnungen bis zum Knock out genügen. In diesem Zusammenhang wird auch darüber nachgedacht, die Energiepreiskompensationen für sozial besonders benachteiligte Familien zukünftig direkt an die Versorger weiterzuleiten, da man feststellen musste, dass diese Gelder von den Familien häufig zum Stopfen anderweitiger Budgetlöcher verwendet werden.

Es wird geschätzt, dass rund 10% der Gesamtbevölkerung, also rund 1 Million Menschen in Ungarn mit ihren Nebenkosten im Rückstand sind, ihre Zahl hat sich binnen der letzten sechs Jahre verdoppelt, im Durchschnitt liegen die Rückstände bei ca. 115 EUR. Während der letzten sechs Jahre haben sich allein die Gapsreise verdreifacht.

Zum Thema:

Immer mehr Ungarn können ihre Nebenkosten nicht mehr zahlen
http://www.pesterlloyd.net/2011_01/01nebenkosten/01nebenkosten.html

Mehr zum Thema:

 

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