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(c) Pester Lloyd / 04 - 2011 WIRTSCHAFT 24.01.2011
Gesundheitsamt rügt Lidl Ungarn wegen Bleifiguren
Die ungarische Lidl-Tochter, Lidl Magyarország Bt., hat sich einen Ordnungsruf durch das ungarische
Gesundheitsamt eingehandelt. Bereits seit Dezember wird dort ein Set zum traditionellen Bleigießen (O-Ton Lidl: der Partyhit) angeboten. Jetzt kam die Gesundheitsaufsicht darauf, dass
Bleifiguren möglicherweise aus Blei bestehen, was bekanntermaßen gesundheitsgefährdend ist. Eine Analyse des Päckchens,
das Gußformen und die Bleirohlinge nebst einem Schmelztigel anbietet, ergab einen Bleigehalt von 87% Blei und 13% Antimonium. Das Gesundheitsamt wertete vor allem die
spielzeugähnliche Aufmachung als gefährlich, beim Verschlucken von Teilen könne es zu Vergiftungen kommen. Lidl warb zudem mit einem "besonders niedrigen Schmelzpunkt",
was schnell zu gefährlichen Dämpfen führen kann.
Abb.: Lidl Deutschland
1.314 solcher Sets sind in den ungarischen Filialen verkauft worden, 1.368 liegen noch in
den Regalen. Der Verkauf wurde nun untersagt, die Bevölkerung zudem aufgefordert, die Bleireste nicht im normalen Abfall zu entsorgen. Das Gesundheitsamt stufte das Produkt als
"die Gesundheit der Bevölkerung gefährdend ein" und sagte, dass bleihaltige Produkte im normalen Handel in der EU nichts zu suchen hätten, teilte die Budapester Stadtregierung
am Sonntag fest. Über die Höhe einer Geldbuße wurde vorerst noch nichts bekannt.
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