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(c) Pester Lloyd / 05 - 2011  WIRTSCHAFT 04.02.2011

 

Ungarn stellt Krankenhäuser unter Staatsaufsicht

Für viel Aufregung sorgte Mitte der Woche die Ankündigung des stellvertretenden Budapester Bürgermeisters Tamás Szentés (links), dass alle Krankenhausdirektoren der Stadt entlassen seien und die Häuser unter direkter Staatsaufsicht stünden. Oberbürgermeister István Tarlós (rechts) und der stellvertretende Staatssekretär für Gesundheitsversorgung, Miklós Szocska, ruderten auf einer Pressekonferenz am Mittwoch nur teilweise zurück. Fest steht, dass zukünftig alle zwölf Krankenhäuser der Stadt unter staatliche Verwaltung gestellt werden, womit die Stadt den im Oktober durch die Regierung eingeleiteten Reformen im Gesundheitswesen folgt. Die Übertragung sei aber erst nach Zustimmung der städtischen Generalversammlung sowie der Regierung möglich, als Zeitpunkte kämen u.a. Ende Juni und Ende Dezember in Frage.

Oberbürgermeister Tarlós räumte Gerüchte über die Entlassung seines Stellvertreters Tamás Szentés aus, der sich mit der Ankündigung der Entlassung einiger Krankenhausdirektoren „übereifrig“ verhalten habe. Daraufhin habe Tarlós einige der Befugnisse seines Stellvertreters eingeschränkt. Csaba Horvath, Vorsitzender der Stadtversammlungsfraktion der oppositionellen Sozialistischen Partei, hatte der Gesundheitsversorgung in Budapest zuvor einen „chaotischen Zustand“ seit Oktober bescheinigt (er traute sich jedoch nicht direkt zu sagen, dass der Zustand unter soz. Regierung besser gewesen sei) Die Stadtverwaltung wolle sich um ihre Verantwortung drücken und Szentés habe die Kündigung der Direktoren nur unter Anweisung androhen können.

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