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(c) Pester Lloyd / 06 - 2011 WIRTSCHAFT
10.02.2011
Russisches Lebensmittellabor in Ungarn geplant
Ungarn hat die Einrichtung eines russischen Labors zur Prüfung der Sicherheit aus Ungarn
nach Russland exportierter Lebensmittel initiiert. Ein solches Labor auf ungarischem Boden könne die Zulassung für Exporteure vereinfachen und beschleunigen, teilte Ungarns
Landwirtschaftsminister Sándor Fazekas in Moskau der ungarischen Presseagentur MTI mit. Ungarn könne Russland zudem mit dem Austausch von Fachkenntnissen und Technologie
helfen, Probleme in der Lebensmittelversorgung zu beheben.
Mit seiner russischen Amtskollegin Elena Skrinnik besprach Fazekas die groben
Rahmenbedingungen für fünf bis sechs ungarische Konsortien, die sich für Großprojekte in Russland interessieren. Am 28. Februar wird sich ein russisch-ungarisches
Wirtschaftskomitee in Moskau treffen, um die Überwindung von Hürden in der Kooperation zwischen den beiden Ländern zu klären. Hindernisse bezüglich des Exports tiefgekühlten
Geflügels seien bereits ausgeräumt. Fazekas führte zudem Gespräche über die Entwicklung der russischen Penza-Provinz, in der sich ungarische Unternehmen in der Viehzucht beteiligen.
Der stellvertretende russische Außenminister Igor Morozov sieht auch in Fragen des
Umweltschutzes, vor allem des Gewässermanagements, Gelegenheiten zur Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Russland, und empfahl Ungarn, an einem Programm
zur Förderung des Lebensmittel- und Technologiezugangs für sich in schwierigen Situationen befindenden GUS-Staaten wie Kirgisistan and Tadschikistan teilzunehmen.
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