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(c) Pester Lloyd / 10 - 2011  KULTUR 10.03.2011

 

Neue Oper über Liszt hat in Ungarn Uraufführung

Im Rahmen des Budapester Frühlingsfestivals hat am 18. März eine neue Oper des ungarischen Komponisten Gyula Fekete im Thália Theater Premiere. "Excelsior!", eine Koproduktion der Ungarischen Staatsoper, soll "eine halbernste Oper" in zwei Akten sein, die sich über Umwege mit "der Himmelfahrt von Franz Liszt" befasst. Dabei, das betonen die Macher, dient Liszt mehr als Projektionsfläche für eine Erzählung über "einen Mann, nahe 50, gequält von Zweifeln seines Privatlebens. Ein Komponist, der zufälligerweise Franz Liszt heißt. Excelsior ist jedoch kein Dokumentarwerk, auch kein historisches. Die Geschichte, die auf wahren Tatsachen basiert, wird von der Phantasie bewegt, heißt es in der Ankündigung.

Der Librettist András Papp sagt dazu: „Wir sehen nicht den Musiker, sondern einen Menschen, der in Krisensituationen Entscheidungen trifft – theoretisch könnte es eine beliebige Person sein, doch das, was passiert, konnte ausschließlich Liszt passieren.“, der uns in seinem Streben und Wirken "zwischen irdischem Leben und transzendenter Erfüllung" gezeigt wird. Eine "nicht ganz ernste" Aufarbeitung eines Nationalheiligen stellt in Ungarn in der Tat eine echte Novität dar. Nicht erst unter dieser sich sehr national bebildernden Regierung, waren die "Helden" der Geschichte unantastbare Götter und wurden zumal in Opern auch so verehrt, - nur die Deutschen toppten das Pathos noch durch Richard Wagner, übrigens Liszts Schwiegersohn, der auch in der Oper "erscheint".

Premiere am 18. März
Weitere Informationen (eng.)
http://www.opera.hu/en/Excelsior/201103181900/info

 

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