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(c) Pester Lloyd / 11 - 2011  BUDAPEST 18.03.2011

 

Budapester Flughafen nach Franz Liszt benannt

Nun ist es also beschlossene Sache, der Flughafen Ferihegy (Ferihegyi Repülötér) heißt ab sofort Franz-Liszt-Flughafen oder in offziellem Englisch "Budapest Ferenc Liszt International Airport", weil der Franz in Ungarn eben Ferenc heißt. So beschlossen es heute die Abgeordneten des ungarischen Parlamentes und bürgerten - da der Abwesende nicht mehr mit einem der neuen Pässe ausgestattet werden konnte - ihn auf diese Weise ein weiteres Mal ein.

 

Liszt wurde vor 200 Jahren immerhin mitten in Ungarn geboren, genauer in Doborján, das durch unglückliche historische Widrigkeiten heute Raiding heißt und im angeblich österreichischen Burgenland liegt. Liszt selbst liegt übrigens in Bayreuth, lebte in Paris, Wien, konzertierte auf der ganzen Welt. Ungarn hat sich mit diesem kleinen Coup eine wichtige Marke gesichert, glaubt man. Während sich Österreich mit teuren Konzertsälen und einem hochkarätigen Lisztfestival abrackert, schraubt man in Budapest einfach ein paar neue Schilder an. 2011 begeht die internationale Musikwelt den 200. Geburtstag des virtuosen Europäers, der mit seinem Leben gerade für das heutige Ungarn durchaus ein Vorbild darstellen könnte.

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