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(c) Pester Lloyd / 11 - 2011 KULTUR 18.03.2011
KOMMENTARE
Direktorenwechsel im Palast der Künste Budapest Film- und Opernregisseur Csaba Káel übernimmt die Leitung des MüPa
Am Donnerstag kam es zu einem Direktorenwechsel im Budapester Palast der Künste (MÜPA), einer der größten
Kultureinrichtungen Ungarns. Auf einer Pressekonferenz stellte der schwerkranke bisherige Generaldirektor des Hauses, Imre Kiss, der seit Eröffnung 2003 die
Geschäfte leitete, seinen Nachfolger, den 1961 in Miskolc geborenen Film- und Theaterregisseur Csaba Káel vor. Die anwesende Journalisten dankten Kiss mit
viel Applaus für seine Aufbauarbeit und für die kontinuierliche Entwicklung des Hauses zu einer internationalen Adresse.
Csaba Káel studierte zunächst Architektur, bevor er an der Budapester Hochschule für
Theater und Filmkunst ein Regiestudium absolvierte. Seit 1986 befasst sich Káel mit der Produktion von Filmen, Werbespots, Feuerwerken und Video-Clips. Ab 1999 beginnt er
auch mit Operninzenierungen sowohl in der Provinz als auch im hauptstädtischen Opernhaus.
Bekannt wurde Csaba Káel auch international insbesondere mit dem im konservativen Stil
verhafteten Opernfilm „Bánk bán“, dem ungarischen Nationaldrama. Seit 2005 war er parallel zu seiner Regietätigkeit an Theatern und beim Film als Berater am Palast der Künste tätig.
Unter der Leitung des scheidenden Imre Kiss entwickelte sich das MÜPA zu einem Konzerthaus mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Von großer Wirkung sind die von ihm angeregten
konzertanten bzw. szenisch gestalteten Opernaufführungen, meist besetzt mit Spitzenkräften von renommierten Opernhäusern der Welt.
Mit Csaba Káel übernimmt ein der FIDESZ-Stiftung Happy-End nahestehender Protagonist die Leitung des
MÜPA. Auf der Pressekonferenz sprach er über das Konzerthaus von „einem fantastischen Wunder“ sowie von einer kontinuierlichen Fortsetzung der bisherigen erfolgreichen Arbeit
des Hauses. Als Schwerpunkte seiner neuen Tätigkeit nannte er u.a. den weiteren Ausbau der internationalen Kontakte, die noch stärkere Hinwendung zu Kindern und Jugendlichen
sowie den Erhalt der Vielfalt der künstlerischen Genres.
red.
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