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(c) Pester Lloyd / 15 - 2011 WIRTSCHAFT
11.04.2011
Ungarisches Defizit "planmäßig" bei 108%
Das ungarische Budgetdefizit hat zum Ende des
ersten Quartals bereits 108% des Jahresziels von 2,9% des BIP erreicht, zeigen die neuesten Zahlen des Statistischen Zentralamtes in Budapest (KSH)
für Ende März. Dennoch geht Wirtschafts- und Finanzminister György Matolcsy weiter davon aus, dass man die Prognosen einhalten kann, kommen doch durch die Buchungen der einverleibten
privaten Rentenbeiträge ab April sowie die Vielzahl von Sondersteuern Mitte und Ende des Jahres etliche Milliarden in die Staatskasse, zumindest in diesem und teilweise noch
im nächsten Jahr. Dann muss die Konjunkturmaschine aber angesprungen sein, andernfalls drohen ab 2013 gigantische Budgetlöcher.
Hintergründe zum Budgedefizit und dem Optimismus des Ministers
Matolcsy wünscht, den kürzlich errichteten 250 Milliarden Forint-Notfonds (etwa 950
Mio EUR), der durch Ausgabensperren bei fast allen Ministerien geschaffen wurde, und eine Zeit lang dafür sorgen soll, dass nicht jede Erschütterung auf den internationalen
Finanzmärkten sofort in den ungarischen Staatshaushalt durchschlägt, dauerhaft zu machen. Einen entsprechenden Ansinnen habe er dem Ministerpräsidenten mitgeteilt
und damit begründet, dass die Risiken auf dem Bankenmarkt weiterhin bestehen und der Fonds daher längere Zeit nötig sein wird, man könne so "dauerhaft das staatliche Risiko" senken.
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