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(c) Pester Lloyd / 15 - 2011
NACHRICHTEN 13.04.2011
Inflation in Ungarn schon bei 4,5%
Entgegen aller Hoffnungen, und auch über den "Analysten"-Prognosen, zieht die Inflation
auch in Ungarn weiter kräftig an. Die Jahresteuerung des Konsumentenpreisindexes (CPI) betrug im März 4,5%, gegenüber 4,1% im Februar, allein die Lebensmittelpreise gingen in
nur 30 Tagen um 2%, die Kraftstoffpreise um 3,5% nach oben. Bei Mehl und Zucker, also zwei ausgesprochenen Grundnahrungsmitteln, betrug der Preisanstieg in nur einem Monat
sogar 10 bzw. 30%. Auch Strom legte mit 4% über dem Monatsschnitt zu. Auf Jahresbasis stiegen Lebensmittelpreise um 8,6%, Zucker um 67%, Mehl um 60%, Speiseöl um ein
Viertel, Milch und Käse um ca. 11%. Nur Schweinschmalz (-5%) und Eier (-7,4%) wurden billiger. Strom, Preis, Kraftstoffe legten im Schnitt mit über 8% doppelt so stark zu wie
die Inflation insgesamt, allein Diesem sprang um 19%.
Mit 4,5% liegt Ungarn zur Zeit weit außerhalb der eigenen Planungen. Die Inflationsziele
von Zentralbank und Regierung liegen bei 3 bis 3,5%, der EU-Durchschnitt betrug im März auf Jahresbasis 2,8%. In Irland und Schweden war die Teuerung am geringsten, Estland
+5,5% und Rumänien +7,7% verteuerten sich am stärksten.
Dass es vor allem im Bereich Lebensmittel noch schlimmer kommen wird, zeigen die aktuellsten Erzeugerpreise in der Landwirtschaft an.
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