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(c) Pester Lloyd / 19 - 2011
POLITIK 12.05.2011
VII. Bezirk von Budapest: vom Regen in die Traufe
Der durch jahrelange Immobilienschiebereien seiner Bezirksvorsteher geschädigte VII.
Bezirk von Budapest findet auch unter den neuen Machthabern nicht zur Redlichkeit zurück. Während Schüler und Eltern gegen die geplante Schließung des traditionsreichen
Éva Janikovszky Gymnasiums protestieren (Foto), das wegen einiger zehntausend, angeblich fehlender Euro im Jahr nicht weiterbetrieben werden könne, deckt eine
(natürlich linke) Zeitung auf, dass die Stadtbezirksregierung Anfang des Jahres einen großzügigen Auftrag zur Erstellung einer Bezirkszeitung an ein Unternehmen gegeben hat.
Insgesamt sollen rund 10 Mio. Forint
(etwa 38.000 EUR) für die Gründung des Blättchens geflossen sein, monatlich weitere rund 4.000 EUR sind für ca. 40.000 Kopien der "unabhängigen" Bezirkszeitung
gedacht. Profiteur dieses Geschäftes ist ein Unternehmen des ehemaligen Präsidiumsmitglieds der Regierungspartei Fidesz, Attila Várhegyi. Gegen den
"Medienexperten" liefen bereits strafrechtliche Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit den Kosten für Wahlkampagnen.
Gegen den ehemaligen Bezirksbürgermeister György Hunvald, damals in der MSZP, und
dessen Komplizen aus der sozial-liberalen Regierungszeit läuft derzeit ein Betrugsverfahren, in dem Hunvald, der schon seit über einem Jahr in U-Haft verbringt,
wahrscheinlich eine mehrjährige Haftstrafe abfassen wird. Das Geschäftsmodell des "Kick back", das Hunvald betrieb, scheint sich mittlerweile jedoch über die Parteigrenzen
hinweg verbreitet zu haben.
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