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(c) Pester Lloyd / 20 - 2011 GESELLSCHAFT 16.05.2011
Ungarische Entwicklungsbank stockt Kreditprogramm um 125 Mio. EUR auf
Die Ungarische Entwicklungsbank, MFB, erweitert
sein Kreditprogramm für die Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen in ungarischen Kommunen. Viele dieser Investitionen werden von der EU kofinanziert, was aber eine finanzielle
Beteiligung der Kommunen erfordert, die diese aus eigenen Mitteln oft nicht bestreiten können. Um dennoch die EU-Gelder abrufen zu
können, springt die staatseigene MFB ein. Diese Kredite haben eine Laufzeit von drei Jahren, aufgrund der prekären Finanzlage der Gemeinden und Städte, die sich in den
kommenden Jahren weiter verschlechtern wird, dürften nicht wenige der Kredite nur wieder durch neue Schulden bedient werden können.
Weitere Kreditlinien stellt die MFB für Kleinbetriebe bereit, hier springt sie mit
kurzfristigen Darlehen bis zu einem Jahr für die kommerziellen Banken ein, die kapitalschwache Kleinunternehmen häufig nicht mehr bedienen oder Kredite zu
untragbaren Zinssätzen anbieten. Weitere Mittel gibt es für die energieeffiziente Renovierung von Wohngebäuden und Wohnungen. Der Staat hat dazu ein 9 Mrd. Forint
schweres Programm aufgelegt, die MFB ergänzt die Finanzierung.
Das Gesamtpaket der MFB beträgt 125 Mio. EUR, die man sich durch einen Kreditrahmen
über die Europäische Entwicklungsbank besorgt hat, die Verträge dafür wurden gerade unterschrieben, der Zinssatz steht noch nicht fest. Seit 1998 hat sich die MFB bei der
europäischen Bank 535 Mio. EUR geliehen, wovon noch 446,2 Mio. zurückzuahlen sind.
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