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(c) Pester Lloyd / 20 - 2011
POLITIK 19.05.2011
Kratzer am Lack: Beliebtheit ungarischer Regierungspolitiker sinkt
Die erste Riege in der ungarischen Politik ist einer Studie von Policy Solutions weniger
beliebt als je zuvor. Ministerpräsident Orbán schneidet im Vergleich mit seinen Kollegen noch am besten ab - wenn auch seine Umfragewerte negativer denn je ausfallen.
Dennoch ist seine Solitärstellung unangefochten. Interessant ist indes, dass sich sein Präsdient in der Beliebtheit immer mehr dem MSZP-Chef annähert...
Wenn Präsident Pál Schmitt (Mitte) seine Beliebtheitswerte sucht, sollte nicht so hoch schauen.
Links Premier Orbán, rechts Parlamentspräsident Kövér.
Den 38 Punkten, die Premier Orbán auf der Beliebtheitsskala erreicht, steht der
ehemalige Ministerpräsident der MSZP Ferenc Gyurcsány mit 21 Punkten am anderen Ende der Skala gegenüber. Er ist sozusagen der Nullpunkt der ungarischen Politik. Die Analyse
von Umfragewerten der letzten 15 Jahre fand ebenso heraus, dass der derzeitige Staatspräsident Ungarns, Pál Schmitt, sich als der unbeliebteste Präsident der
untersuchten Periode bezeichnen darf. Seine Vorgänger Árpád Göncz (zwischen 70 und 80 Punkte), Ferenc Mádl (60-65) und László Sólyom (Minimum: 42 Punkte) unterbietet
Schmitt bei dem angewandten Punktesystem mit seinen 37 Punkten deutlich. Desweiteren kann sich Parlamentspräsident László Kövér mit 31 Punkten als am wenigsten geschätzter
Parlamentssprecher der letzten anderthalb Dekaden rühmen - die Tiefpunkte seiner Vorgänger, ob Fidesz oder Sozialisten, lagen bei 37 beziehungsweise 40 Punkten. Der
Vorsitzende der Sozialisten, Attila Mesterházy, blieb unverändert unbeliebt- mit 29 Punkten. Ähnlich relativ wenig Ansehen haben András Schiffer, Fraktionsvorsitzender der
ungarischen Grünen (LMP) und Gábor Vona, Vorsitzender der extremen Rechten, Jobbik mit 25 Punkten.
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