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(c) Pester Lloyd / 20 - 2011 WIRTSCHAFT 19.05.2011
Realeinkommen in Ungarn wieder gesunken
Die Realeinkommein Ungarn sind im März auf Jahresbasis um 2,7% gesunken, geht aus
den aktuellen Zahlen des KSH, des Statistischen Zentralamtes hervor. Im Februar stiegen sie nach langer Dürre leicht um 1,3%. Die Gründe lagen dafür in der zurückhaltenden
Lohnpolitik, der wachsenden Inflation, vor allem aber in der Steuerreform. Die Bruttolöhne sanken demnach in den letzten zwölf Monaten um 1,4%, stiegen jedoch in
der Privatwirtschaft um 4,6%, im öffentlichen Dienst hingegen sanken sie um fast 16%. 47% aller Mitarbeiter im öffentlichen Dienst sowie in den vom Staatshaushalt finanzierten
Einrichtungen kommen in den "Genuss" von Kompensationszahlungen für Lohnverschlechterungen aus der neuen Flat tax, die aufgrund ihrer Berechnungsgrundlage
(Superbrutto) und ihres pauschalierten Charakters alle Einkommen unter ca. 300.000 Forint brutto schlechter dastehen lässt als zuvor. Das Durchschnittsgehalt in Ungarn
beträgt - statistisch - 228.000 Forint brutto, in der Privwatwirtschaft gibt es keine verpflichtenden Kompensationszahlungen.
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