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(c) Pester Lloyd / 20 - 2011 WIRTSCHAFT 19.05.2011
Ungarisches Finanzamt treibt deutlich weniger offene Steuern ein
Die Steuereintreiber des Finanzamtes NAV (APEH und Zoll wurden zusammengelegt)
kommen immer weniger an ausstehende Steuerbeträge heran. Die Zahlungsquote für ausständige Steuerschulden allein von Unternehmen hat sich binnen eines Jahres von 30
auf 23% verringert. Gründe dafür wollte die Behörde bisher nicht angeben, jedoch werden vor allem überschnelle Personalbereinigungen in den Chefetagen der Steuerfahndung
dafür verantwortlich gemacht, die Dutzende erfahrene Steuerjäger von ihren Posten nahm. Offenbar haben doch nicht alle davon nur in die eigene Tasche gewirtschaftet.
Derzeit stehen laut der Schwarzen Liste www.feketelista.hu des Finanzamtes 2.125 Milliarden Forint oder 7,9 Mrd. EUR oder ca. 7% des BIP an Steuern aus. Davon werden
derzeit 534 Mrd. HUF (fast 2 Mrd. EUR) zwangsweise eingetrieben, d.h. Unternehmen sollten bei Aufforderung zumindest eine Teilzahlung vereinbaren, wenn sie keine
Zwangsmaßnahmen wie eine Vollstreckung inkl. Kontensperrung risikieren wollen. Insgesamt 120.000 Unternehmen stehen dazu derzeit im Visier der Steuerbehörde, jede
Woche kommen rund 5.000 hinzu, rund 5.000 Fälle werden erledigt. Das Problem bei der Eintreibung, fast drei Viertel der Unternehmen mit Steuerschulden arbeiten schon nicht
mehr, sind in Liquidation oder einfach "verlassen". Die Chance, dort noch Gelder einzuheben, sind für den Staat minimal.
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