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(c) Pester Lloyd / 21 - 2011  WIRTSCHAFT 30.05.2011

 

Große Pläne

Bosch feierte 125. Firmenjubiläum, davon 112 auch in Ungarn

Am vergangenen Donnerstag feierte die ungarische Bosch-Tochter mit einer großen Gala das 125-jähriges Bestehen der Robert Bosch GmbH und den 150. Geburtstag von Firmengründer Robert Bosch. Die Zahlen und Perspektiven in Ungarn machen die Firma zu einem der wichtigsten Arbeitgeber des Landes. Hunderte Neueinstellungen sind geplant, in Forschung-, Entwicklung und Produktion wird weiter investiert.

Unter den rund 300 Gästen der Jubliäumsfeier im Budapester Kongress-Zentrum war als Regierungsvertreter Tamás Fellegi, Minister für Nationale Entwicklung, der die Eröffnungsrede hielt. Dabei unterstrich der Minister die Bedeutung der deutschen Firma für die aktuelle und zukünftige Entwicklung der ungarischen Wirtschaft, lobte ihr nachhaltiges und langfristiges Konzept und die weiteren ehrgeizigen Vorhaben. Der Geschäftsführer der ungarischen Bosch-Gruppe, Thomas E. Beyer ergriff erklärte, wie er stolz darauf sei, dass die Firma trotz der Krisenzeiten das Jahr 2010 so gut abschließen konnte und Bosch einer der größten Arbeitgeber in Ungarn ist. Ein Gala-Dinner eingeleitet von einem Konzert des MÁV Symphonieorchesters, des Konderchors der Staatsoper, der Adrienn Zsédenyi und dem Csilla Szentpéteri Trio gab dem Abend den festlichen Rahmen.

Der Bosch-Konzern, mit weltweit rund 280.000 Mitarbeitern ist bereits seit 1899 in Ungarn präsent und beschäftigt derzeit rund 7.000 Menschen in seinen Werken in Miskolc, Budapest, Hatvan (Foto) und Eger. Das Jahr 2010 konnte man mit einem Umsatz von stolzen 401 Milliarden Forint (ca. 1,5 Mrd. EUR) und damit einem Umsatzplus von 27% gegenüber 2009 abschließen, womit man sogar das Konzernplus von 24% überflügelte. Bereits Ende 2010 kündigte man an, mittelfristig bis zu 1.000 weitere Arbeitsplätze in Ungarn schaffen zu wollen, vor allem in seinem Werk für Energie- (z.B. für e-bikes) und Karosseriesysteme in Miskolc. 21 Milliarden Forint hatte man im Gesamtjahr investiert, allein die neue Produktionshalle in Miskolc wird 6,5 Mrd. Forint kosten und soll im Juli fertigwerden, 550 Jobs werden so entstehen.

Der legendäre Firmengründer Robert Bosch begutachtet eine Lehrlingsarbeit...

Auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Budapest soll markant ausgebaut werden. Dazu unterschrieb die Firmenleitung im letzten Jahr einen Vertrag mit dem Wirtschaftsministerium über eine staatliche Beihilfe von 1 Milliarde Forint (3,78 Mio EUR), die für die Gesamtinvestition von 9 Milliarden Forint (knapp 34 Mio EUR) gewährt wird. Teil des Abkommens ist, dass Bosch bis 2012 200 zusätzliche Studienabsolventen der Ingenieurswissenschaften in sein Budapester Forschungs- und Entwicklungszentrum einstellen wird, mit einer Beschäftigungsgarantie bis 2017. Derzeit arbeiten dort 430 Mitarbeiter. Bosch betreibt das Forschungszentrum in Budapest seit 2005.

red. / s.sol

 

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