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(c) Pester Lloyd / 23 - 2011  POLITIK 06.06.2011

 

Landwirtschaftsminister: Millionen-Schäden für Gurkenbauern in Ungarn durch EHEC

Der ungarische Landwirtschaftsminister, Sándor Fazekas, meinte im ungarischen Frühstücksfernsehen, dass die Folgen der EHEC-Epidemie in Deutschland ungarische Gemüsebauern bereits "Zigmilliarden Forint", mithin zigmillionen Euro, gekostet haben dürften. Entsprechend werde er auf dem am Dienstag in Luxemburg stattfindenden Ministertreffen auch Forderungen nach Entschädigungen stellen. "Es handelt sich um eine sehr ernste Lage, es gibt Opfer, aber auch der Gurken- und Gemüsesektor ist zum Opfer geworden", zumal man noch immer nicht die Quelle kenne.

"Das Vertrauen in die Produkte ist erschüttert und muss erst wieder aufgebaut werden." Dabei seien die ungarischen Gurken ausgiebeig getestet worden, es gibt keinerlei Verdachtsmomente. Importierte Gurken gäbe es in Ungarn nicht. Zum Thema Sprossen sagte er nichts. Fazekas forderte den Handel auf, die Gurken bei den Produzenten weiter zu bestellen und sie den Kunden aktiv anzubieten. Da 10-15% des ungarischen Gemüseaußenhandels nach Russland gehen, sei man auch vom dortigen Einfuhrstopp stark betroffen.

Heute wurde außerdem bekannt, dass die ungarischen Bauern rund 40% ihrer Ernteausfälle durch den "unerwarteten" Frosteinbruch im Mai vom Staat ersetzt bekommen sollen. Rund 40.000 Hektar und 10.000 Bauern seien betroffen, sagte das Ministerium, das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt.
 

 

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