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(c) Pester Lloyd / 23 - 2011 WIRTSCHAFT 08.06.2011
EU fordert klarere Finanzpolitik von Ungarn
Wie berichtet, hat die Ratingagentur Fitch, eine der drei großen der Branche, die Bonität
Ungarns gerade ausblicksmäßig von "negativ" auf "stabil" gestuft, was man in Budapest mit professioneller Gelassenheit zur Kenntnis nahm. Nicht ganz so überzeugt von der
Stabilität in der Zukunft ist hingegen die EU, die Kommission rät in ihrem aktuellsten Bericht zu "weiteren Maßnahmen", um die Defizitziele für 2012 und danach zu erreichen.
Vor allem die Umwandlung von temporären Maßnahmen in strukturelle Veränderungen
geht der EU zu langsam, man kann in Brüssel anhand der Hängepartie mit den Sondersteuern schlicht nicht erkennen, wo die Reise hingehen wird und fordert ein
dauerhaftes System. Die Zeichen aus Budapest weisen darauf, dass dies kommen wird, die Sondersteuern werden dann dauerhaft werden.
Derweil teilte das Statistische Amt mit, dass das Haushaltsdefizit im Mai 105% des
Jahresziels erreicht hat, das Wirtschaftsministerium ergänzte, dass man damit "voll im Plan liege", zuvor war es schon auf über 160% angeschwollen, allerdings dürften die
gezielten Buchungen der beschlagnahmten Rentenbeiträge sowie die Sondersteuern, die vor allem am Jahresende und zur -mitte kassiert werden, eine Punktlandung bei 2,94% ermöglichen.
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