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(c) Pester Lloyd / 23 - 2011 BUDAPEST 07.06.2011
Hunderte Mieter stadteigener Wohnungen in Budapest vor der Zwangsräumung
Nach einer aktuellen Meldung des Wohnungsamtes im Budapester Rathaus hinken rund 25.000 Mieter stadteigener
Wohnungen mit der Bezahlung ihrer Mieten hinterher. Der durchschnittliche Schuldenstand beläuft sich dabei auf 150.000 Forint (ca. 560.- EUR), was rund eineinhalb durchschnittlichen
Mieten entspricht. Die Ausstände summieren sich für die Stadt mittlerweile auf 3,8 Mrd. Forint, fast 15 Mio. EUR. Nachdem ein staatliches Moratorium von Zwangsräumungen im
Sommer auslaufen wird, müssen hunderte Familien mit der baldigen "Delogierung" rechnen, allein im 23. Bezirk dürfte für rund 200 Familien der Räumungsbescheid
kommen, gab die Stadbezirksregierung an. Es werde aber nicht "tausende" treffen, außerdem will man sich um Ausgleich kümmern und soziale Härtefälle vermeiden. Wie,
wurde nicht gesagt. Viele Bewohner stadteigener Wohnungen ächzen vor allem unter den stetig steigenden Nebenkosten und den Preisen für Strom bzw. Gas, die mitunter so hoch
wie die Miete selbst sein können.
Für Schuldner von Wohneigentum hatte die Regierung gerade ein neues Hilfspaket geschnürt. Auch dort werden - limitiert - Zwangsräumungen wieder möglich.
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