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(c) Pester Lloyd / 24 - 2011  NACHRICHTEN 14.06.2011

 

Ungarn verkauft Anteil an Airport Budapest

Ungarn wird seinen Aktienpaket von 25% plus einer Aktie am Betreiber des Budapester Flughafens verkaufen. Das bestätigte das Ministerium für Nationale Entwicklung Ende vergangener Woche. Dahinter steht, so das Ministerium, eine strategische Neuausrichtung staatlicher Beteiligungen. Minderheitsanteile, auch wenn es sich um Sperrminoritäten handelt, seien nicht geeignet ausreichenden Einfluss auf strategische Entscheidungen der Unternehmensführung auszuüben, um Verluste für den Staat zu vermeiden oder eigene Strategien umzusetzen. Daher würden alle Beteiligungen unter 50%+1 entweder aufgestockt oder abgestoßen.

Man hätte gerne vom deutschen Hochtief Konzern die Mehrheit am Flughafen Budapest übernommen, dieser hatte sich aber davor schon dafür entschieden, seine sechs Airport-Beteiligungen zusammengefasst auf den Markt zu bringen. So wird der Budapester Flughafen in absehbarer Zukunft einen völlig neuen Eigentümer haben. Laut den Bedingungen des Privatisierungsvertrages ist Hochtief verpflichtet, den Anteil von Ungarn zum aktuellen Wert zu übernehmen, wenn der Staat dies wünscht.

Zuvor gab es Gerüchte, Ungarn könnte seinen Anteil an den spanischen ACS-Konzern verkaufen, der seit Jahren versucht, Hochtief zu übernehmen, um bei erfolgreicher Übernahme von den Spaniern zum Dank einen Mehrheitsanteil am Airport Budapest zu erhalten. Hochtief hatte kürzlich die deutsche Bundesregierung um staatliche Unterstützung im Abwehrkampf gebeten. Die Spanier halten derzeit gut 30% an Hochtief, im September wollen sie mit einem Aktientauschangebot auf über 50% wachsen und somit die Kontrolle übernehmen.

Goldesel und Sorgenkinder - Mai 2011
Minister erklärt Ende der Privatisierungen in Ungarn

 

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