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(c) Pester Lloyd / 25 - 2011  WIRTSCHAFT 21.06.2011

 

Hilfspaket für notleidende Immobilienkredite in Ungarn beschlossen

Das ungarische Parlament hat gestern das Hilfspaket für in Not geratene Schuldner von Hypothekenkrediten zum Gesetz gemacht. Darin enthalten ist eine Fixierung der Wechselkurse zu ausländischen Währungen bis Ende 2014, die den Schuldnern berechenbare Raten für die meist auf Fremdwährungen lautenden Kredite verschaffen soll. 750.000 Kredite in Ungarn gelten als notleidend, rund 90.000 Menschen akut von Delogierung und Zwangsliquidation bedroht.

Der Wechselkrus des Schweizer Franken wurde zum Forint bei 180 eingefroren, der Euro bei 250 fixiert, der Yen bei 200 Forint bei 100 Yen. Die Differenzen, die sich aus dieser Berechnung zum tatsächlichen Marktkurs ergeben, werden jedoch weder von den Banken noch vom Staat übernommen, sondern dem Schuldner an seinen Kredit angehängt und ebenfalls verzinst, so dass sich die Abzahlungsdauer mitunter um Jahre verlängern kann.

Gleichzeitig mit diesen Maßnahmen wird das Verbot der Vergabe von Fremdwährungskrediten - unter Auflagen - aufgehoben, auch das Moratorium gegen Zwangsräumungen und Zwangsversteigerungen ist ausgelaufen, auch hier gelten jedoch Beschränkungen. Für die ärmsten Betroffenen soll ein staatliches Wohnungsbauprogramm Abhilfe schaffen, andere können mit ihrer Kommune über eine Übernahme der verschuldeten Immobilie und sodann eine Rückmietung verhandeln.

Alle genannten Maßnahmen gelten nur für Immobilien zur Eigennutzung und bis zu einem bestimmten Maximalwert (meist 20 Mio. HUF). Das Gesetz wurde mit der Regierungsmehrheit angenommen, 248 Ja, 60 Nein, 40 Enthaltungen.

Weitere Details und Hintergründe zu der Problematik:

Friede den Hütten... - Juni 2011
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